Path of Sonatas Path of Sonatas

Geschichte geschrieben von Sonatas und mir.


"...und Cargor stand am Meer und beobachtete den Sonnenuntergang. Es ist eine schwierige Lage, dem Freund folgen in eine neue Welt oder bleiben in den Gestaden Azeroths, wo er seit des Beginns seines Lebens Freunde hatte? Er ging näher ans Ufer und die Wellen umspülten seine Füße. Dort fern neue Gegenden, Gefahren, Herausforderungen, vielleicht viel schwieriger als hier, doch vielleicht auch unmöglich zu schaffen. Fragen über Fragen, auf die er keine Antwort fand. Der Entdecker war stehengeblieben an einer zu hohen Wand und sein Freund, den er schon lange nicht mehr als Schüler betrachtete, stand oben und reichte ihm seine Hand. Sollte er zugreifen und nach oben gezogen werden? Die Klippe war zu hoch, um zu erkennen, was sich dort hinter verbarg, doch sein Freund erzählte von einer anderen Klippe, die er nur durch Hilfe von Cargor erklimmen würde, sonst ward sie vielleicht viel zu schwer und er könnte daran früher oder später scheitern, denn er wusste nicht, ob nach dieser Klippe nicht wieder eine folgen würde. Doch er kannte von Sagen und Bildern die Welt, die ihn da oben erwartete, er wollte, nein, musste sie sehen, denn sie war verschieden von der altbekannten.
Cargor wusste dies, doch wusste er ihm selbst nicht zu folgen, zu unbekannt war ihm die Welt da oben, zu vertraut Azeroth hier unten. So blickte er nur traurig hinauf mit fast leeren Augen, die von Ratlosigkeit zeugten. Sein Freund ward ungeduldig und machte die ersten Versuche, die Klippe zu erklimmen, doch Cargor wusste: Würde er die Klippe zu ihm emporsteigen, gäbe es kein Zurückkommen mehr, denn die Klippe war zu hoch, um unbeschadet allein nach unten zu kommen. Die Entscheidung oblag immer noch ihm, würde er die alte Welt zurücklassen und seinem Freund helfen und neuen Gefahren entgegenblicken? Oder sollte er warten, bis dass die Portale auf Azeroth sich öffnen, um eine weitere neue Welt zugänglich zu machen, deren Regeln und Gesetze er kannte?
Es war eine zu schwere Entscheidung, die er niemandem zu fällen wünschte, doch blieb sie dadurch immer noch bei ihm. Er verließ das Gedankenbild der Klippe und starrte weiter auf das endlose Meer. Was wohl dahinter lag? Sein Freund war in einem Schiff, bereit zum Segeln gen eines neuen Horizontes, und er stand hier am Ufer.
Es war Zeit zu handeln, wohl war. Mit diesem Gedanken verließ er den Platz am Meer und machte sich auf zum Hafen. In dem Hafen stand das besagte Schiff, intakt und mit einem Lageplatz, als würde es gleich von selbst hinausfahren wollen. Cargor überquerte den Landesteg und betrat das Schiff. Nach ein paar Augenblicken des Suchens fand er seinen Freund die Karten der neuen Welt zu studieren. Cargor sah, es war nicht nur eine, es waren viele verschiedene, fast unzählbar, jeder Kontinent eine Welt für sich und gänzlich anders als die anderen. Niemand wusste, was dort ist, doch er wusste, dass nichts so sein wird wie auf seinem geliebten Azeroth.
Natürlich lockte ihn das Neue, Unbekannte, aber er dachte wieder an seine anderen Freunde, die nicht mitkämen, die auf Azeroth blieben, an das vertraute Azeroth, an die vielen Orte und Wege...

Er sprach seinen Freund an, legte ihm seine Gründe und Meinung dar, doch der Freund war zu vertieft in die neue Welt. Dieser beschimpfte Cargor, dass er mit dem Teufel, der Azeroth veränderte, im Bunde sei, dass er mitkommen müsse, dass er nicht mehr derselbe sei, ein Körper mit zwei Gesichtern, zwei Seelen. Cargor, betrübt über diese Worte, die seine Trauer verstärkten, erklärte dem Freund wieder seine Beweggründe, dass er bleiben wolle, müsse. Sein Freund meinte, wenn er allein diesen Ort verlasse, wären die letzten Jahre des Erkundens wie nie gewesen, verloren in einem Sumpf des Vergessen, mit keiner Zukunft. Wieder wandte Cargor etwas ein, in einem letzten Versuch, den Freund zu bitten, sich nochmal alles zu überlegen.
Der Freund selbst schwieg, sprach jedoch nach einigen Augenblicken die folgenden Worte ..."

"...Es...es tut mir Leid.Cargor,mein Freund,ich habe es nicht so gemeint.Ich bin so enttäuscht von diesem einst so schönen und nun so von bösen Göttern gequältem Land Azeroth,dass ich nicht mehr bei Sinnen bin und meinen besten Freund beschimpfe. Es fällt mir so schwer noch an das Gute in Irgendeinem Menschen zu glauben, nachdem selbst die Götter, die dieses einst wunderbare Land für mich und meine vielen Freunde erschufen, sich gegen mich gewandt haben und alles was ich an diesem Land liebte zerstörten.
Dabei war ich es doch der ihr Land am meisten liebte, denn ich war es der sich keine Freude daran machte, die wunderbaren Kreaturen dieses Landes zu Bekämpfen um ihre Beute an mich zu reißen.Deshalb bin ich auch, trotz meiner langen Zeit in Azeroth noch kein Hocherfahrener Kämpfer, wie viele andere. Nein, ich bewunderte nur ihr so wundervoll gestaltetes Land.Aber getreu der Weisheit meiner Vorfahren: "Kleine Fehler erst machen das Gesamtbild schön." liebte ich die Fehler, die alle übersahen und die man nur findet, wenn man nach ihnen sucht, aber die einem eine fantastische Aussicht oder Teile dieser Welt zeigen,die man in solcher Form oder aus diesem Blickwinkel sonst nie zu Gesicht bekommt.Und auch die Gebiete Azeroths, in denen sich noch keine Kreaturen und keine freundlichen Mitbewohner Azeroths herumtreiben, da die Götter sie noch nicht dazu befugt haben, entzogen sich nicht meiner Neugier.Denn so sehr ich die Götter respektierte, konnte ich meiner Lebenseinstellung, alles zu erkunden, nicht widerstehen und musste diese noch wundervolleren Teile dieser Welt einfach sehen.
Außerdem zog es mich an diese Orte, weil keine Seele dort war und man nur dort vollkommen allein sein konnte.Denn seit einiger Zeit habe ich eine Abneigung zu anderen Menschen.Ich bin am liebsten allein oder zusammen mit guten Freunden, die mich so kennen und mögen, wie ich bin.Doch niemand versteht meine Berufung als Erkunder und Geograph, meine absolute Leidenschaft, Denn ich bin der Einzige, der diese Lebenseinstellung hat und kein Kämpfer ist, wie jeder andere.
Sinnlos sei es, zu erkunden,Zeitverschwendung,Spinnerei.Dumm sei ich, verrückt, ein schlechter Kämpfer,der nur eine andere Tätigkeit sucht, aus Angst zu Kämpfen.Ich solle abertausende Kreaturen töten um zur höchsten Stufe der Kampfkunst zu gelangen,ich solle mit vier mir unbekannten Menschen in die Heiligtümer nichtsahnender Kreaturen eindringen, um mir deren wertvolle Kleidung an mich zu reißen, nur um damit leichter noch mehr Kreaturen töten zu können, ich solle gegen die Horde kämpfen, obwohl sie nichts weiter taten, als ebenso wie die Allianz die Welt von Azeroth zu bewohnen. All das musste ich mir von meinen einst so guten Freunden anhören bevor sie sich von mir abwanden und ich sie nie wieder sah.
Doch Du Cargor, ... Du warst anders.Bevor ich dich kennengelernt hatte,mein Freund,war ich nichts als ein kleiner friedlebender Mensch, der gerne die Landschaft bewunderte.Du lehrtest mir die hohe Kunst des Erkundens.Mit einer Engelsgeduld beobachtest du meine ersten, unbeholfenen Schritte auf dem Weg zu einem erfahrenen Erkunder.Du nahmst mich mit an viele Orte, die du sonst nur deinen langjährigen Freunden zeigtest.Ja, du vertrautest mir von Anfang an.Du glaubtest immer an mich und erkanntest von Anfang an mein Talent und meine große Freude am Erkunden.Du warst immer für mich da, wenn mich wieder ein guter Freund verließ oder wenn ich Hilfe brauchte.Jeden Tag wartete ich auf dich oder du auf mich um gemeinsam auf Erkundungsreise zu gehen.So viele schöne Erinnerungen an so viele schöne Stunden mit dir auf Entdeckungsreise.Zusammen erreichten wir alleine unerreichbare orte und freuten uns gemeinsam darüber.
Du wahrst wahrlich der beste Meister, den man sich vorstellen kann, obwohl du dich nie als meinen Meister bezeichnest, sondern nur als meinen Freund,und das wahrst du auch,wenn nicht sogar der beste den ich je hatte.

Doch nun hat mich das Schicksal gleich zweimal schwer getroffen.
Zuerst entdeckten die eitlen Götter die Fehler in ihrer Welt,die ich schon lange vor ihnen fand.Doch weil sie nicht zu ihren Fehlern stehen und sie nicht ausstehen können,veränderten sie mit einem Schlag alle Berge und verbesserten so ihre Fehler.Doch ich verstand sie nicht.Für mich war die Welt nicht verbessert.Sie war zerstört.All die schönen Orte und schönen Wege nunmehr unerreichbar,all diese Sympathie der Landschaft...zerstört.Von einem Tag auf den Anderen fiel ich in ein tiefes Loch der Depression.Mein Paradies wurde zu meiner Hölle.Ich habe doch niemandem durch meine Leidenschaft zum Erkunden geschadet.Warum habe ich dann diese Strafe verdient?Warum wurden die,die dieses Land nicht liebten,sondern nur den Kampf,unterstützt und ich bestraft?Warum haben die Götter mir dieses Land geschenkt und mir jetzt all die Freude daran wieder genommen?Alles Fragen, über die ich mir den Kopf zerbrach, auf die ich aber keine Antwort wusste.
Es fiel mir nur eine Lösung ein.Ich musste weg.Weg von hier.Weg von dieser Welt in der ich nicht mehr glücklich sein konnte wie früher.Weg von all den Errinerungen.Auf in einer der vielen anderen Welten, in denen ich ein neues Leben beginnen konnte, in der Hoffnung dass ich so glücklich sein werde, wie ich einst am Anfang meines Lebens in Azeroth war.
Doch dann fiel es mir ein, mein einziges Problem.Du.Ich konnte nicht ohne dich gehen.Gerade in einer neuen, unbekannten Welt bräuchte ich dich, sonst wäre ich verloren, so allein in einer rätselhaften Gegend voller unbekannten Dingen.
Also traf es mich sehr hart, zu hören, dass du nicht mit mir gehen würdest, da ich es nicht wert bin, die alten Freunde aufzugeben.
Obwohl ich bereits alles von meinem Meister gelernt hatte und ihm sogar einige selbstgefundene Wege zeigen konnte, war ich noch nicht bereit, meinen Meister zu verlassen.Denn ohne ihn hatte ich kein Ziel, keinen Antrieb,mich alleine auf die suche nach neuen Wegen zu machen und trottete nur herum in der Stadt Stormwind.Ich war es gewohnt, zur gleichen Zeit wie er aufzustehen und sofort mit ihm aufzubrechen.Er war es, der mich zum Erkunden ermutigte und mich immer wieder zu Orten zog, um dort auf die suche nach Wegen zu gehen.
Doch andererseits kann ich in dieser Welt nicht länger verweilen.Das so schrecklich veränderte Land raubt mir all die Freude am Erkunden, denn ich muss immerzu an die Götter denken und mir immer die Frage nach dem Warum stellen.Ich kann es einfach nicht vergessen, was die Götter mir angetan haben, solange ich noch in ihrer Welt wandle.Außerdem hat jedes Land ein Ende, und mittlerweile bin ich nah am Ende angekommen.Also verweile ich nur noch traurig in dieser Welt und wandle nur dort umher, wo ich schon hunderte Male wandelte.

So stehe ich nun vor meiner Apokalypse.Entweder mit dir in meiner Hölle oder ohne dich in einem neuen Land.Ich bin bereit, dieses Land zu verlassen, aber nicht bereit, meinen Meister hinter mir zu lassen.Beides ist nicht die richtige Entscheidung, und es gibt keine andere, richtige Entscheidung.
Es gibt nur einen Ausweg, um dieses Problem zu lösen..."
Sonatas sieht Cargor einen Moment lang traurig an.
"Ich wünsche dir alles Gute in deinem weiteren Leben. Und dir natürlich danke ich von ganzem Herzen für all die schöne Zeit....Vergiss mich nicht, mein Freund."
Und er sprang von dem Schiff auf dem sie standen und schwamm durch die reißenden Fluten in Richtung Horizont, bis er in den riesigen Wellen des Ozeans unterging.