Ich habe mir mittels Live Stream mal wieder Nogg-aholic angeschaut, bzw. während WoW-Spielens angehört, da ich derzeit nicht weiß, was ich an Musik hören soll. Ein recht spätes Review: Das Video zeigt zwar für einen Explorer längst nicht mehr aktuelles geschweige denn überragendes Material - vieles ist auch mit privatem Server gemacht -, aber eines ist in dem Video, weswegen ich es immer noch an die Spitze der Exploration Movies setze: Die Musik passt einfach perfekt, sowohl zum Video als auch zur Exploration an sich. Generell bringt der Film (entgegen vergleichbarer Videos aus dem Bereich Exploration) das wahre Gefühl von Exploration und alles, was dahinter steht, zum Ausdruck.

Wie auch immer, das Video brachte mich dazu, einfach mal in der Scherbenwelt herumzufliegen und dabei meine Rüstung auf 20% zu reduzieren - 2x gestorben und ich musste mich beim Geistheiler wiederbeleben. Jedenfalls habe ich, während ich so dahinflog, im Internet geschaut, was die Explorer-Szene denn so macht. Glowing Mushroom sitzt weiterhin hinter verschlossenen Türen und auf Warcraftmovies gibt es in letzter Zeit absolut keine Exploration/Exploit-Videos. Besonders das letztere zeigt, wie still es um Exploration geworden ist: Früher gab es ca. 10 Videos pro Woche, die zwar schlecht gemacht und zu kurz waren, schon zigmal bekannte Orte zeigten - aber es gab diese Videos. Jetzt kommen sie nicht mehr. Nur unter Youtube findet man noch zuhauf Videos betitelt mit “Exploration after 2.4″, “Exploration without Walljumping”, die aber die ältesten Wege überhaupt zeigen, die schon bekannt waren, bevor Walljumping überhaupt funktionierte.

Während ich so weiter herumflog, kam mir die Idee, unter die Scherbenwelt zu fliegen - Ich hatte ja einmal dieses Tagebuchseiten-Rätsel mit dem Weg gepostet. Der Weg wurde offensichtlich in 2.4 gefixed und mein Alternativweg gleich mit. Damit ist mir jetzt auch jeglicher Weg unter die Scherbenwelt abgeschnitten.

Ich brach nach Quel’Thalas auf, um mir die Gegend rund um Zul’Aman und Silvermoon City noch einmal anzuschauen - hier kannte ich nur Walljumping-Wege - die Suche blieb erfolglos bis auf einen Weg hinter ein kleines Gebäude. Der Weg in die Tote Schneise, die Silvermoon City gespalten hatte, wurde übrigens auch verändert: Die Felsen davor wurden steiler gemacht (was kein Problem für mich war) und eine unsichtbare Wand darauf gesetzt (was immer noch ein Problem ist). Hier ein Bild aus dem Inneren des Gebäudes - nichts Spektakuläres, ich weiß, deshalb habe ich ein paar Bilder beigemischt, die ich auf der Reise aufgenommeh habe:

Mein Fazit jedenfalls: Die Exploration-Community ist schon länger untergegangen; die derzeitigen erfolgsversprechenden Techniken sind Fearen und Blink, da diese die Barrieren der Welt und Blizzards umgehen können. Fear-Gelegenheiten habe ich auf der Reise nämlich extrem viele gesehen … Mein Magier ist jedenfalls derzeit Stufe 23 und wird bis zum nächsten Addon sicherlich 70 werden, dann kann ich Blink in großem Umfang betreiben.

Wenn man schon einmal auf der Quel’Danas-Insel war, erkennt man ziemlich leicht, dass die Blutelfengebäude schier unüberwindbar scheinen, besonders nach dem Walljumping-Fix von 2.4. Aber der Fix hat auf jeden Fall auch etwas Gutes: Jetzt sind wieder die alten Exploration-Techniken notwendig, Walljumping war zum Teil ja auch recht einfach. Nachdem Sonatas vor längerer Zeit WoW verlassen hat, geht eine alte Technik allerdings recht schlecht: Fearen. Zum Glück hat Bounce kurz auf seinen Priester umgeloggt und war bereit, mir dort weiterzuhelfen.
Gefeared wurde in der Todesschneise von Quel’Danas - eine Menge Untote und eine der größten öffentlichen unsichtbaren Wände, die ich je gesehen habe. Quer über die breite Schneise riegelt sie den zugänglichen Content von dem Teil ab, der dann eigentlich später in der 25er-Raidinstanz begehbar sein wird. Nun, zurück zur eigentlich Exploration: Ein paar mal an der richtigen Stelle fearen und die Wand lag hinter mir. Die folgende, scheinbar unüberwindliche Feuerwand war sehr leicht zu überwinden und so lag schließlich der Raidboss Brutallus vor mir (erster Instanzboss außerhalb der Instanz?). Das hinter ihm liegende Gebäude war leicht zu betreten, hier ein paar Screenshots. Besonders die eingestürzten Teile unterscheiden sich von der normalen Blutelfenarchitektur:

Quel’Danas Exploration 1 Quel’Danas Exploration 2 Quel’Danas Exploration 3

Durch das Gebäude geht es einen heruntergekommenen Gang weiter, bis schließlich der Hauptkomplex verlassen wird: Vor mir taucht nun eine lange, große Brücke auf, die sich bis zum Nebenkomplex erstreckt, in dem auch das eigentliche Instanzportal liegt. Über der eher flachen Festung schwebt ein gigantischer “Blumentopf” mit einem Baum darin und Verzierungen hängen herab. Nach einem Besuch der Rückseite des Instanzportals, springe ich durch eine Mauer aus dem Gebäude heraus - wo sich eine nichts ahnende Gilde auf ihren Raid vorbereitet.

Quel’Danas Exploration 4 Quel’Danas Exploration 5 Quel’Danas Exploration 6

In diesem Sinne: Exploration kann nicht gefixed werden - die meisten Leute verlieren nur das Interesse daran.