Archiv für Kategorie ‘World of Warcraft’

Hmm, wie der Titel schon sagt, bin ich gestern 18 Jahre alt geworden. Um mal die Frage vorwegzunehmen, die mich alle zuerst fragen - nein, es fühlt sich nicht anders an. Wie sich die langristigen Folgen auswirken, kann ich nicht abschätzen, die kurzfristigen Ergebnisse sind aber schon mal recht gut.

So habe ich neben In-Extremo-Shirt/Tasche/Poster auch eine Karte für das W:O:A 2009 bekommen. Genau, es scheint, als gehe ich jetzt auch endlich einmal nach Wacken! Das eine Problem, nämlich wer mitkommt, besteht weiterhin, aber ich setze meine Umgebung schon mal gezielt unter psychischen Druck, so dass am Ende wohl doch noch Hoffnung besteht.

Fernab von meinem Geburtstag ist mir in letzter Zeit so langweilig,  dass ich absolut gar nichts zu tun weiß. Nach vier Jahren wird selbst WoW eintönig - und das obwohl die Erweiterung so gut ist. Einerseits will ich unbedingt auf Stufe 80 kommen und meine AddOns endlich fertigschreiben, andererseits ist selbst das pure Einloggen in WoW eine echte Qual geworden. Irgendwie treibt mich dort nichts mehr voran. Naja, Account läuft eh noch bis Februar und vielleicht wäre es dann auch die Zeit, den Abschnitt “WoW” in seinem Leben hinter sich zu lassen.

Ansonsten vertreibe ich mir die Zeit ein bisschen mit Photomanipulationen - hauptsächlich, um mir nebenbei Gedanken zu machen, was ich programmieren könnte. Eigentlich möchte ich gern tiefer in C++ einsteigen, aber mein altes Exploration-Motto “Der Weg ist das Ziel” setzt sich beim Programmieren nicht durch. Das Ziel beim Programmieren muss schon etwas Forderndes und Motivierendes sein, bei dem man trotzdem immer merkt, wie weit man gerade fortgeschritten ist.

- Naja, jetzt erstmal mein QIP fixen. ICQ hat wohl wieder das Protokoll geändert und blockiert alle unbekannten Clients … nur damit mehr Leute ihr werbefinanziertes, überdesigntes und featureplatzendes ICQ 6 nutzen :P

Okay, nun mit Stufe 74 komme ich endlich mal dazu, ein kleines Review über das zweite WoW-AddOn zu schreiben. Ob dieser Bericht wirklich objektiv ist, kann ich nicht sagen, da die Expansion absolut genial geworden ist.

Am ersten Tag war natürlich schon gleich jede Menge los und Massen von Spielern stürmten in die beiden Startgebiete. Ich habe mich nicht wie ca. 60% der Spieler entschlossen, direkt von Stormwind in die karge Boreanische Tundra zu fahren, sondern bin nach Menethil geflogen und habe in der felsigen, grünen Klippenlandschaft des Heulenden Fjords losgelegt. Natürlich war auch hier jede Menge los, Stau und Monstercampen wie zu Anfang von Burning Crusade gab es aber fast gar nicht. Die Respawnzeiten waren quasi instant, und ich sah mich oftmals von 3 Monstern umringt, obwohl zig andere Spieler auch um mich herumwuselten.

Ritt auf der Harpune

Bei Burning Crusade gab es zwei wesentliche Kritikpunkte, die vielen Spielern ein Dorn im Auge waren: Zuerst einmal waren die Quests viel zu wenig “episch” - mankam hinein und sollte Fleisch von Höllenebern sammeln, o.Ä. Der zweite Punkt war das schon seit jeher gleich ablaufende Quest-Schema: “Töte X Monster von dieser Sorte, sammle X Gegenstände davon.”
In WotLK, muss ich sagen,  wurden beide Punkte sehr gut gelöst. Im Fjord trifft man gleich zu Anfang auf den Krieg mit der nordischen “Wikinger”-Rasse, den Vrykul, in der boreanischen Tundra belagert die Geißel die Festung. Schon nach wenigen Quests trifft man auch schon auf den Lichkönig, der einen wesentlichen Teil des Spiels ausmacht, und in fast jeder Zone 1-2 drin vorkommt.
Aber nicht nur storytechnisch, sondern auch spielerisch sind die Quests spannender: Natürlich gibt es immer noch die Monster-Killquests, aber sie sind oft mit anderen Quests gekoppelt, so dass sie eher nebenbei erledigt werden. Ungefähr jede zehnte Quest greift auch auf das neue Vehicle-Combat-System zurück. So soll man beispielsweise mit einer Harpune von einer Klippenwand aus Häuser tief unten zerstören und dabei sich selbst gegen angreifende Drachen verteidigen oder einen Dampfpanzer fahren, der einen Zwerg am Geschütz und einen Gnom im Laderaum hat, der feindliche Belagerungswaffen demontiert.

Gelegentlich kommt auch das neue Phasing zum Tragen: Darunter versteht man verschiedene “Ebenen” oder Instanzen in der richtigen Spielwelt, in der man nur Spieler sieht, die den gleichen Story-Fortschritt haben. So kann nach einem Krieg in einer Quest ein Lager auch wirklich zerstört sein, während zur gleichen Zeit andere Spieler erst die Vorbereitungen für den Angriff erledigen.

Zur Spielwelt und Atmosphäre kann man nicht viel sagen, da hat Blizzard meiner Meinung schon immer einen guten Job getan. Abwechslungsreiche Gebiete (wie z.B. Tundra, Schneelandschaften, dichte Wälder oder das tropische Sholazarbecken) und eine gute Mischung von lustigen und ernsten Quests.
Da gibt es zum Beispiel die Quest, in der man erlebt, wie Arthas und Muradin das legendäre Schwert Frostmourne finden, aber auch eine eher ungewöhnliche Quest: Da steht z.B. ein Eimer voller leckerer Tannenzapfen, die der Spieler gleich mal verspeist, nur um dann zu erfahren, dass diese Vorräte überlebenswichtig für die Trapper dort sind. Was muss also getan werden? Die Zapfen müssen wieder raus! Nachdem man also Kräuter für ein Abführmittel gesammelt hat, begibt man sich auf das stille Örtchen und “erledigt seine Pflicht”.

Gut gemacht ist auch, dass man viele alte bekannte Charaktere von Classic-WoW wiedertrifft. So gibt Chromie, die Gnomin aus Andorhal, eine Quest, bei der man mit seinem Ich aus der Zukunft den Anführer des ewigen Drachenschwarms herausfinden soll. Oder man trifft auf Gryan Stoutmantle, der damals in Westfall die Defias bekämpft hat, und sich noch gut erinnert, wie er dir den Stab (oder war es die Robe?) überreicht hat.

Nun mal zum letzten Teil meiner Lobeshymne, Dalaran: Die neue neutrale Hauptstadt in Northrend ist meiner Meinung nach die bisher bestdesignteste Stadt überhaupt. Gegenüber dem weitläufigen Shattrath kommt bei der kleinen, fliegenden Magierstadt ein richtiges Städte-Feeling auf. Überall stehen Leute herum (und damit meine ich NPCs und Spieler) - viele Spieler angeln auch in dem Glücksbrunnen von Dalaran. Es gibt jede Menge Händler und Geschäfte, die alle in eigenem Stil gehalten sind, darunter auch ein Tierheim. Auch ein positiver Punkt ist, dass man in der Stadt kein Flugmount benutzen kann - dafür gibt es eine extra Lande- und Startplattform.

Alles in allem ist das AddOn zweifellos gelungen und die Quests machen sogar mir, dem Level- und Farmhasser, Spaß. Im Endgame-Content sieht es für mich nicht so positiv aus, da ich ja weder von Raiden noch von Arena angetan bin, aber das betrifft wohl nur mich individuell. Und allgemein wird WoW nach fast vier Jahren sowieso langweilig. Aber eines steht fest: Bis Stufe 80 bin ich auf jeden Fall noch dabei! (Und mein 3-Monats-Abo läuft eh noch bis Februar)

Hier noch für Elcottleto mein Interface :P

Der Kreis schließt sich

Wallwalking live in 3.0.2 - es scheint, als befinde ich mich wieder am Anfang meiner WoW-Zeit selbst. Damals zeichnete diese Technik die goldenen Anfänge der Exploration besonders aus. Bekanntgemacht durch Dopefish’s Video Nogg-Aholic war es eigentlich DIE Methode schlechthin, um unbekannte Orte zu erreichen. Doch die immer weiter steigende Popularität von Wallwalking führte letztendlich dazu, dass Blizzard es in Patch 1.9 fixen musste. WIe bekannt es war, zeigte sich schon in den Patchnotes - Blizzard veröffentlichte bisher niemals Exploration-Bugfix-Notizen, aber der Satz “Players are no longer able to walk on steep terrain.” brannte sich ziemlich stark in die Exploration-Community ein. Sogar die Nogg-Aholics machten den Fix zu ihrem Leitmotto: “You can clip our wings, but we will always remember how it was like to fly.”

Mit Patch 1.9 dachte auch ich, die Zeit des Explorens ist vorbei - obwohl sie für mich erst Monate später richtig losging: Die zweite bekannte Technik Walljumping und das immer noch völlig unerforschte Gebiet des Fearens. Walljumping war in jeder Hinsicht fast genauso populär wie Wallwalking und, wenn man die beiden Techniken vergleicht, sogar weitaus hilfreicher und effektiver - aber trotzdem kam es irgendwie nie an Wallwalking heran. Letztendlich wurde Walljumping auch gefixed und wieder geriet die Community in ein “Explorertief” - diesmal hat sie es aber nicht überlebt. Letztendlich ist Exploration gestorben, wie man an dem Rückgang der Exploit-Videos auf Warcraftmovies oder den Foreneinträgen im Subforum “Exploration” diverser Exploiting-Communities sieht.

Nunja, letztendlich ist mit 3.0.2 das zurückgekehrt, was wohl keiner erwartet hatte: Wallwalking. Derzeit ist ein Aufleben der Community noch gar nicht vorhanden - auf meiner Suche im Internet nach dieser Neuigkeit bin ich auf zwei Foreneinträge gestoßen. Die Reaktion der Leute war eher gemäßigt - und: die Hälfte der Leute verwechselt es mit Walljumping oder hat nicht einmal eine Ahnung, was Wallwalking eigentlich ist!

Gut, letztendlich schließt sich der Kreis wieder. Ich bin wieder dort, wo ich vor ca. 3 Jahren angefangen habe - fast der einzige (mir bekannte) Explorer und dazu wieder das alte Wallwalking. Es ist schon interessant, dass WoW sich seit Anfang in Sachen Exploration eigentlich null verschlechtert hat - im Gegenteil: Zum Exploren gibt es mehr Möglichkeiten als vorher (Rocket Boots, Fear, Wallwalking, Slowfall ohne Reagenzien, …). Verwunderlich trotzdem: Es gibt kaum mehr lohnende Orte als vorher und eine Community gibt es gar nicht mehr. Das hat mich letztendlich aber nicht aufgehalten, wieder etwas Exploration-Hochstimmung einzufangen. Zuerst einmal habe ich wieder meinen allerersten Weg, den ich jemals entdeckt hatte, genommen und bin unter Stormwind. Stormwind ist jetzt nicht mehr in seiner “eigenen Welt” wie es vorher war. Man kann es nun von unten sehen und von drinnen sieht man die umliegenden Berge. Hauptsächlich kommt das wohl durch die direkte Weltanbindung mit dem neuen großen Hafen. Der Hafen war letztendlich auch mein Ziel, genauer gesagt dessen Leuchtturm. Mit Rocket Boots auch garkein Problem zu erreichen. Nächstes Ziel waren dann die Desolace-Ruinen, die seit dem Walljumping-Fix nicht mehr erreichbar waren. Nach einigem Herumreiten an den Bergen fand ich dann eine gute Stelle, um mit Wallwalking anzufangen. Nachdem ich das auch genutzt hatte, um den nordöstlichen Teil Über Orgrimmars zu erreichen (der ja quasi getrennt vom bekannteren, südwestlichen Teil ist), wurde mir auch wieder klar, was das Besondere an Wallwalking ausmacht: Es hat einfach Stil, eine völlig senkrechte Wand entlangzulaufen. Und da Wallwalking 2.0 (oder besser 3.0?) leichter ist als das alte, kann man eigentlich gar nicht mehr von der Wand runterfallen, solange man nicht in eine völlig falsche Richtung steuert. Fünf bis Zehn Minuten an so einer Wand entlangzulaufen ist schon irgendwie gewaltig.

Letztendlich gab es mir also etwas von meinem alten Explorergeist zurück - wie lange das noch anhält, weiß ich aber nicht - Mal sehen, wie Northrend auf mich wirken wird. Wie lange Wallwalking halten wird, kann ich absolut nicht sagen. Zum einen ist es derzeit noch absolut unbekannt und die Wahrscheinlichkeit ist eigentlich hoch, dass Blizzard davon nichts weiß - andererseits rechne ich ebensoviel damit, dass es schon mit dem nächsten Patch entfernt wird, weil es eigentlich “zu groß” ist, um lange durchzuhalten.

Unter Stormwind Der Leuchtturm Desolace-Ruinen

Wallwalking - 3.0.2

So, jetzt läuft mein neuer PC erstmal gut - und tausendmal flüssiger als mein alter. Im Gegensatz zu meinen anderen Computern ist es diesmal kein Komplett-PC geworden, sondern ein selbst zusammengebauter. Eingebaut habe ich einen Intel Core 2 Quad Prozessor mit 4x 2,5 Ghz, eine ATI Radeon HD 4870 sowie 4 GB Ram. Bis jetzt war es preismäßig weitaus günstiger, als ich eigentlich gedacht habe - na gut, Gehäuselüfter fehlen noch, aber die kosten ja nicht die Welt. Mein WoW läuft jetzt endlich nicht mehr mit 20-60 fps, sondern die meiste Zeit mit über 100 fps, gelegentlich sogar bis zu 300 bei vollen Grafikdetails. So kam ich auch endlich mal in den Genuss von den vollen Grafik- und Schattendetails der WotLK-Beta, die mit den Grafikeinstellungen auf absolutem Maximum (durch Konsolenbefehle) auf 60-100 fps läuft.

Als Betriebssystem läuft im Moment übrigens Windows Server 2008 Standard mit 64 bit - eine 240 Tage gültige Gratis-Server-Version von Vista. Der Server hat den Vorteil, dass keine unnötigen Vista-Spielereien wie Sidebar o.Ä. dabei sind, sondern nur auf Performance ausgelegt ist. Der Umstieg von 32- nach 64-bit war auch weitaus einfacher als ich dachte, eigentlich alle Programme laufen auf Anhieb. Gut, bei meinem WLAN-Stick-Treiber gab es unlösbare Probleme, aber der ist mittlerweile durch ein Kabel ersetzt worden.

Weiter geht’s (natürlich) mit Interface: nachdem mein 9. veröffentlichtes AddOn auf WoWInterface.com online gegangen ist, wurde es diese Woche im WoWI - Pick of the Week vorgestellt. Wer das ganze ein bisschen mitverfolgt hat, stellt fest, dass es bereits mein drittes AddOn ist, was darin gewürdigt wird. Auch den Moderatoren der Website ist das nicht entgangen und so schreibt Seerah:

“I just noticed that this is the 3rd mod of Cargor’s that has been a PotW in as many months. Kudos to your ingenuity. ;-)”

Trotz der Tatsache, dass mir langsam gute Interface-Ideen ausgehen, bin ich dennoch jeden Tag am Interface beschäftigt - man darf also gespannt sein, was noch so kommt!